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Im Jahr 2007 endete eine lange Durststrecke für Polens Handball Nationalteam. 25 Jahre nach dem dritten Platz bei der WM in Deutschland holte das Team von Trainer Bogdan Wenta – wieder in Deutschland – völlig überraschend WM-Silber. Seither haben sich die Weiß-Roten wieder in der Weltelite etabliert. Vier Mal hat sich Polen bisher für eine Handball Europameisterschaft qualifizieren können, als bestes Resultat steht allerdings nur ein siebenter Rang zuletzt bei der EM 2008 in Norwegen zu Buche. Nun, im fünften Anlauf soll es in Österreich endlich klappen mit einer Medaille. Der Weg dorthin ist aber enorm schwer. In der Vorrunde kommt es gleich im ersten Match zur Neuauflage des WM-Finales von 2007 gegen Deutschland. Da werden Emotionen frei und Erinnerungen wach. Revanche liegt in der Luft. Dann trifft die Wenta-Sieben auf einen alten Bekannten aus der Qualifikation: Schweden. Einmal setzten sich die Skandinavier mit 27:24 durch, das Rückspiel in Wroclaw endete vor 4.000 Zuschauern mit einem 32:32-Remis. Gruppengegner Nummer 3 ist – so wie schon bei der EM 2008 – Slowenien. Es ist durchaus möglich, dass in diesem Duell am 22. Januar der letzte Teilnehmer für die Zwischenrunde ermittelt wird, in der mit Topfavorit Frankreich, Spanien sowie Ungarn oder Tschechien drei weitere schwere Gegner nach Innsbruck kommen werden. |
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Mannschaftlich geschlossen Unter Bodgan Wenta, seit 2004 Nationalteam-Trainer, hat Polen große Fortschritte gemacht und schon große Erfolge, wie der Gewinn des Supercups, sowie WM-Bronze gefeiert. „Wir gehen ein bisschen den Weg von Frankreich oder Kroatien, die schon über viele Jahre als Team zusammen spielen. Wir haben momentan so eine Generation, und ich denke, diese wird dem polnischen Handball in den nächsten Jahren sicher noch viele schöne Momente schenken!“ Die Osteuropäer sind als Mannschaft geschlossen und deshalb sehr stark. Sie bestechen durch extrem gute Individualisten: Mit Karol Bielecki (Rhein Neckar Löwen) haben sie einen großartigen Werfer und mit seinem Teamkameraden Slawomir Szmal einen hervorragenden Torwart. Dazu kommen noch die Brüder Krzysztof und Marcin Lijewski (beide HSV Hamburg) sowie Magdeburgs Kreisläufer Bartosz Jurecki. Testlauf in Wr. Neustadt Den Feinschliff für die Europameisterschaft holten sich die Polen eine Woche vor EM-Start beim Interwetten Cup in Wiener Neustadt. Nach klaren Siegen gegen Ungarn (31:24) und Gastgeber Österreich (32:26) musste sich die Wenta-Sieben im direkten Duell um den Turniersieg dem Vize-Weltmeister Kroatien mit 21:25 geschlagen geben. "Wir haben von den Kroaten eine gute Lektion bekommen. Wir müssen aufpassen, dass uns das bei der EM nicht passiert. Dazu müssen wir gleich im ersten Spiel gegen Deutschland kompakter auftreten. Unsere Gruppe ist enorm schwer, da ist jedes Spiel ein Entscheidungsspiel. Daher müssen wir erst mal die Gruppe überstehen ehe wir an ein Halbfinale denken können", so Trainer Bogdan Wenta. Starspieler Bielecki „In seinen Würfen liegt eine wahnsinnige Kraft“, schwärmte Wolfgang Schwenke, der frühere Coach der Rhein Neckar Löwen, als er Karol Bielecki im Dezember 2007 nach Mannheim holte. Der Pole selbst bezeichnet seine Wurfkraft als „Geschenk Gottes“, er sieht sich aber nicht allein als den Spieler, der den Ball ins Tor werfen kann. „Ich kann auch den Außenspieler oder den Kreisläufer einsetzen. Ich möchte der Mannschaft auch damit helfen und gut für andere spielen“. Der Kader für Innsbruck Vorname, Familienname, Klub, Geburtstag, Länderspiele, Tore Slawomir Szmal (Rhein-Neckar Löwen) 02.10.1978, 175/ 2. Adam Malcher (MKS Zaglebie Lubin) 21.05.1986, 23/ 1. Piotr Wyszomirski (KS Azoty Pulawy) 06.01.1988, 3/ 0. Marcin Wichary (Wisla Plock) 17.02.1980, 72/0. Mariusz Jurkiewicz (San Antonio/ESP) 03.02.1982, 67/ 116. Pawel Podsiadlo (KS Vive Targi Kielce) 20.03.1986, 0/ 0. Kamil Krieger (KS Vive Targi Kielce) 02.04.1987, 5/5. Adam Twardo (Wisla Plock) 26.05.1983, 1/1. Mariusz Jurasik (KS Vive Targi Kielce) 04.05.1976, 176/644 Michal Jurecki (TUS Lübbecke) 27.10.1984, 90/184. Michal Adamuszek (MMTS Kwizdin) 29.04.1986, 0/0. Bartlomiej Jaszka (Füchse Berlin) 16.06.1983, 74/98. Karol Bielecki (Rhein-Neckar Löwen) 23.01.1982, 137/ 606. Marcin Lijewski (HSV Hamburg) 21.09.1977, 212/628. Krzystof Lijewski (HSV Hamburg) 07.07.1983, 91/179. Tomasz Rosiński (KS Vive Targi Kielce) 24.02.1984, 4/ 6. Rafal Gliński (KS Vive Targi Kielce) 29.12.1982, 22/ 29. Mateusz Jachlewski (KS Vive Tragi Kielce) 27.12.1984, 79/198. Damian Kostrzewa (AZS Gdansk) 19.09.1988, 6/25. Tomasz Tluczyński (TUS Lübbecke) 19.04.1979, 81/328. Patryk Kuchczyński (KS Vive Targi Kielce) 17.03.1983, 130/271. Pawel Piwko (KS Vive Targi Kielce) 07.10.1982, 45/ 70. Arkadiusz Miszka (Wisla Plock) 03.07.1980, 11/28. Bartosz Jurecki (S.C. Magdeburg) 31.01.1979, 115/368. Daniel Żóltak (KS Vive Targi Kielce) 28.02.1984, 46/ 32. Artur Siódmiak (TuS N-Lübbecke) 07.10.1975, 109/94. Piotr Grabarczyk (KS Vive Targi Kielce) 31.10.1982, 0/0. Jaroslaw Paluch (SPR Chrobry Glogow) 30.09.1984, 0/ 0. Polen, Fact-Box: Fläche: 312.678 km² Einwohner: 39.196.000 Hauptstadt: Warschau Größte Erfolge: 1. Platz Supercup 2007 2. Platz WM 2007 3. Platz WM 1982 und 2009, Olympische Spiele 1976 in Montreal Direkte Begegnungen: Gegen Deutschland: 1 Sieg, 4 Niederlagen (seit 2004) Gegen Schweden: 2 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen (seit 1958) Gegen Slowenien: 2 Siege, 1 Niederlage (seit 2006) |







