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Verbandsportrait von Robert Ullmann Grotesk, aber Realität. Im Tiroler Handballverband sind mehr Jugendliche als erwachsene Mitglieder registriert. Eine Tatsache, die zu den Kernproblemen des rassigen Hallenspiels in Tirol führt. Einerseits fehlen artgerechte Hallen, andererseits Funktionäre und Vereine, die Kinder und Jugendliche aus den mit großen Teilnehmerzahlen aufwartenden Schulsportaktionen unter die Fittiche nehmen. Ein Manko, keine Frage. Und eine Lösung dieser Probleme ist vorerst nicht in Sicht. Dennoch: Präsident Thomas Czermin rührt unermüdlich die Werbetrommel für die Randsportart Hallenhandball. Höhepunkt seiner umfangreichen Aktionen ist zweifellos die Ausrichtung der Vor- und Hauptrunde der Euro 2010 in der Innsbrucker Olympiahalle. Ein Jahrhundert-Ereignis, das Weltklasse-Sport und einen Ansturm deutscher Gäste verspricht. Logisch: Innsbruck bekam Weltmeister Deutschland zugelost. Wie ein Lotto-Sechser. Doch zurück zum Tiroler Handball-Alltag. Er ist nicht leicht. Die Bundesliga-Vereine HIT Innsbruck und ULZ Schwaz kämpfen zwar in der höchsten österreichischen Spielklasse, aber der große Wurf an die Spitze blieb bisher versagt. Österreichweit Spitze ist dagegen die Handball-Entwicklung im Tiroler Schulsportbereich. Auch österreichische Meistertitel in diversen Nachwuchsbewerben bestärken die Hoffnung, dass der Handballsport in Tirol nach der Euro im Jänner 2010 eine erfolgversprechende Zukunft anpeilen kann. Tiroler Handballverband Anschrift: Stadionstraße 1, 6020 Innsbruck. Tel.: 0512/935585. e-mail: handball.tirol@chello.at. Homepage: www.handball-tirol.com. Gegründet: 1932. Vereine: 12. Mitglieder: 700. Jugendliche: 1500. Größter Erfolg: Siegfried Purners Silbermedaille mit Österreich bei den Olympischen Spielen 1936. Vorstand: Präsident: Thomas Czermin. Vizepräsidentin und TK-Chefin: Irene Reinalter. Kassierin: Eva Weiler. Schriftführer: Dieter Blasinger. Damensportreferent: Franz Mandl. Jugendsportreferent: Helmut Mühlbacher. Rechtsreferent: Mag. Martin Kuprian. Schiedsrichterreferent: Christian Staudinger. Trainerreferent: Klaus Hagleitner. Breitensportreferent: Walter Schuster. Pressereferent: Gernot Pillinger. Drei Fragen an Präsident Thomas Czermin: Sind sie mit der Landesförderung zufrieden? Czermin: Nein. Es könnte nämlich mehr Geld in die Handballkassa fließen. Mit welchen Problemen kämpfen sie außerdem? Czermin: Erstens mit den ständigen Geld-Sorgen. Zweitens mit den veralteten Hallen. Wie überhaupt zu wenig Hallen dem Tiroler Handballsport zur Verfügung stehen. Und drittens mit dem Mangel an freiwilligen Mitarbeitern und Funktionären, die einen Handballverein führen, damit die vielen Kinder aus den Schulsportaktionen eine geeignete Heimstätte finden. Kurz- und langfristige Ziele? Czermin: Ausbau des Leistungszentrums ist das erste Gebot. Auf lange Sicht wollen wir nämlich wieder Tiroler Spieler ins Nationalteam der Herren und Damen bringen. Im Visier ist außerdem der Aufstieg eines Tiroler Damenteams in die oberste österreichische Spielklasse. |






